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Sonntag, 28. Dezember 2014

Wir waren mal Stars: Hollywood 1994


Sie wurden nicht als Actionhelden geboren. Nicolas Cage gewann, bevor er das erste Mal als Actionstar über die Leinwand hüpfte, erstmal einen Oscar und wurde als ernstzunehmender Charakterdarsteller gehandelt. Liam Neeson etablierte sich nach seiner Oscarnominierung für die Darstellung des Oskar Schindler in Steven Spielbergs Nazi-Drama “Schindlers Liste” als Elite-Schauspieler. Keanu Reeves verdiente seine Brötchen als freakiger Headbanger und um nicht immer wieder in der gleichen Rolle besetzt zu werden, musste sich der in Beirut geborene heranwachsende Star neu erfinden. Erwachsenere Rollen sollten für ihn gefunden werden. Nach vielbeachteten Dramen wie "Dracula" und "Little Buddha" dann plötzlich der Money-Glücksgriff: Von Heute auf Morgen wurde er mit full “Speed” zum Superstar. Sogar Charlie Sheen rastete komplett aus und fragte sich öffentlich: “Wieso dreht der mit Coppola und Bertolucci?”



Genau vor 20 Jahren feierte Reeves seinen dreizigsten Geburtstag und zeigte bei Shootings noch total frech den blanken Hintern in die Kameras der Fotografen. Ganz Sexsymbol eben. “Der wütende Buddha” heisst ein Portrait das Heiko Rosner 1994 in der cinema schrieb. Als “ganz anderen Tough Guy” bezeichnet ihn der Autor, “einer der Härte mit Sensibilität verbinden kann”. Stallone und Co. Hatten zwar mehr Muskeln zu bieten, der Sunnyboy aus “Bill und Teds”-Zeitreise-Telefonzelle, spielte sich nun allerdings nicht nur in die Herzen der Actionnerds, sondern auch in die intimen Tagträume der Damen.



Es war der 7. Juni 1994. Die Sommerhitze schaffte es nicht an den Klimaanlagen des Hotelkomplexes vorbei zu strahlen. Filmteams, Journalisten, Fotografen. Sie alle warteten auf einen englischen TV-Star. Dann betritt Pierce Brosnan: schlank, Vollbart, extrem gutaussehend und total lässig die Bühne. Erst einen Tag vorher, am 6. Juni 1994, haben die Deharbeiten zu seinem TV-Film "Robinson Crusoe" begonnen. 


Jetzt spricht er vor der Pressemeute: “Die Rolle wurde mir ja schon vor 8 Jahren angeboten, doch ich war vertraglich an “Remington Steele” gebunden”: Es ist also offiziell, Pierce Brosnan wird der neue James Bond.


Übernacht ist auf der ganzen Welt nur noch von ihm zu hören und zu lesen, doch "Remington Steele" muss erst mal wieder ans Insel-Set des TV-Crusoe zurück. Am letzten Drehtag ist sein Marktwert schon so hoch gestiegen, dass er für ein paar Nachdrehs anstatt der Gagen-Erhöhung lieber einen Porsche Carrera 911 in Zahlung nimmt und davon düst. Unter Brosnan wird Bond kommerziell ultra erfolgreich, das komplette Jahrzehnt durch bleibt er MI6-Geheimagent, die Filme schwanken zwar in der Qualität, aber Brosnan wurde immer mehr zum Superstar. Mit ihm wird der Agent im Dienste ihrer Majestät zum schillernden Promo-Bond. Ziemlich Posh, mehr Model als Schauspieler, elegant, glamourös, mehr künstliche Marke als lebendiger Charakter. Eine glänzende Litfaßsäule der Sponsoren. 

Peter Travers vom Rolling Stone Magazine verglich “Tomorrow Never Dies” 1997 treffend mit dem gleichermaßen als Popkultur-Sponsoren-Vehikel vermarkteten England-Film “Spiceworld - The Movie”.


“Wenn man die Rolle von Bond annimmt, hat man auch gleichzeitig so etwas wie einen Botschafter-Job inne” analysierte Pierce selbst und warb fortan rund um den Globus auf Werbeplakaten für Uhren, Autos und Cremes. 


Robinson Crusoe wurde übrigens nach dem Dreh erstmal zurückgestellt. Die Produzenten wollten auf den Bond-Hype warten und Crusoe später veröffentlichen. Am Ende schaffte er es weder in den USA noch in den UK zu einer Kinoauswertung. Immerhin: Im Tom Hanks Film “Cast Away” von 2000 wird dem Team vom "Pierce-Crusoe" im Abspann gedankt. 


Kevin Costner dagegen war 1994 bereits schon ein richtiger Megastar. Der Schauspieler aus Kalifornien startete das Jahrzehnt mit einem Oscarmarathon für seinen dreistündigen “Dances with Wolves” der 7 goldene Statuen mit nach Hause nehmen konnte und “Godfather 3”, “Goodfellas” und “Ghost” mit Patrick Swayze in der großen Awardnacht ausstach. Das er sogar als “bester Film” gewinnen sollte überraschte Costner sichtlich selbst. 


Mit dem Rucksack voller Hollywood-Gold machte er sich auf aus Los Angeles die ganze Welt zu erobern. Schon im Juni 1991 lechzte das Videofachmagazin “Video Plus” ihm auf dem Cover hinterher: “Alle sind scharf auf Superstar Kevin Costner”



Nach dem Welterfolg von "Robin Hood" und "Bodyguard" kam niemand mehr an ihm vorbei. Nicolas Cage wollte es derweil seinem Vater zeigen. Nachdem Onkel Francis Ford Coppola bei den Dreharbeiten zu “Rumble Fish” ihn eine Szene bei der er nur auf die Uhr schauen musste, 42 Mal spielen ließ, schlussfolgerte Papa Cage “er soll sich einen anderen Job suchen!” Danach legte Nic so richtig los: “Arizona Junior” Mit den Coen-Brüdern, David Lynchs Raodmovie “Wild at Heart” das Cannes gewann und dann “Leaving Las Vegas”. Der Film mit dem er sich als feinfühlger Alki zu seinem Oscar soff.


Es war im Juni 1996. Über zwei dutzend Kamera-Teams kämpften um einen Platz auf der Insel. Rot-Weisse-Fähren schifften die Schauspieler und Gäste zur Premierenparty. Es duftete nach Popcorn, Stars & Sternchen suhlten sich im Blitzlichtgewitter, immer wieder wurden am Strand Party-Crasher auf Jet-Skis und Windsurfbrettern von der Küstenwache verjagt als eine Propellermaschine über den 500 Köpfen der eingeladenen Schickeria flog, an der ein riesiger Banner mit der Marketing-Phrase des Films befestigt war: “Get ready to Rock”. Nic Cages Vollbart flattert im Wind als er mit der einzigen heißen Blondine des Abends im Arm auf der Gefängnisinsel Alcatraz landet, die nicht lacht. Ihm und seiner Frau Patricia Arquette ist der ganze Rummel sichtlich zu viel. Vielleicht wusste er auch: Nach diesem dekadenten Blockbuster-Konfettibomben-Fest ist es aus mit der Charakterdarsteller-Karriere. 


[Zwei Jahre Später folgte auf den kommerziellen Erfolg von "The Rock" der Actionkracher "Con Air". Wieder mit Michael Bay als Regisseur und Cage diesmal mit der langen Haarmähne bewaffnet, die auch Bays Haupt schmückt. (Europas größte Filmzeitschrift damals, widmete dem Star ein zweiseitiges Portrait)]

Bay und Connery am "The Rock"-Set 1996
Disney lud nicht nur das Filmteam von “The Rock” zur großen Premieren-Sause ein, im Innenhof der Gefängnisinsel ward gar ein riesiges weißes Zelt installiert, samt Filmprojektor und 44-Fuß Leinwand. Eddie Murphy, Robin Williams, Carlos Santana und Disney-Präsident Michael Ovitz hatten abgesagt. Sean Connery ging es eh nicht so gut und als ihn die Journalisten mit Fragen bombardierten, antwortete er nur: “Zurück auf die Gefängnisinsel für diese Premiere kommen, ist der schlimmste Part in der Produktion des Films”. Keiner hat sich den Spaß wohl gewünscht, doch einer ist sichtlich beunruhigt. “Ich habe den Film schon acht Mal gescreent und das ist das ruhigste Publikum mit dem ich ihn jeh gesehen habe” verrät Regisseur Michael Bay, ein schlaksiger, langer Mann, der Berichterstatterin der New York Times. “Ich liebe es solche Filme mit Leuten zu sehen, für die sie gemacht sind. Sie lachen, klatschen und sind einfach viel lauter”. So wird es in der Karriere des Krawall-Papstes auch bleiben. Gehasst von der Presse, geliebt von seinen Fans. Eine Schublade in die es Cage auch bald selber treiben wird. 


Dienstag, 5. März 2013

Gesichtet: Die fantastische Welt von Oz



Die fantastische Welt von Oz
OT: Oz the Great and Powerful
USA 2013

Filmstart: 07. März 2013
Dauer: 130 Minuten 
Regie: Sam Raimi
Mit: James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz, Michelle Williams

Links:
rottentomatoes: 73%
imdb: 7,4

boxofficemojo: 493 Millionen




Da wo Weite beschränkt wird, blickt man automatisch in die Tiefe: Sam Raimi startet seinen Mega-Blockbuster „Die fantastische Welt von Oz“ im Kansas der Jahrhundertwende. Schwarzweiß-Bilder im alten 4:3-Format zelebrieren während des stimmungsvollen Vorspanns nicht nur die Geburt des Kinos, sondern auch die des Frauenhelds, des Tricksers Oz. Während er Illusionen für seine Zuschauer kreiert, wird er plötzlich mit der harschen Realität konfrontiert. Oz muss fliehen und springt in einen Heißluftballon. Dann erwischt ihn plötzlich ein Wirbelsturm. Der eigentliche Triumph weicht dem Todeskampf. Wie seinen Protagonisten, schüttelt der Sturm auch den Rezipienten wild durch. Ist die Ballon-Achterbahn-Rallye erst mal vorbei, vernebelt die eine oder andere Hirnerschütterung erst mal das logische Denkvermögen. Perfekt, denkt sich das Produzenten-Gremium, man ist ja schließlich direkt in der knall bunten Disney-Blockbuster-Fabrik gelandet. 


Retorten-Unterhaltung, triviale Dialoge, eine Geschichte ohne wirkliche Höhepunkte, ohne Spannung, ohne großartige Überraschungen, immer das erlösende, vorhersehbare Finale im Auge. Das ist die wundervolle Welt der risikolosen Disney-Juristen, die ihre Multi-Millionen-Ausgaben in Sicherheit wägen und bloß kein Wagnis eingehen wollen. Wie wäre es mal mit der einen oder anderen Charakter-Entwicklung im Laufe der Spielzeit? Quatsch! Das haben wir bei „Alice im Wunderland“ auch nicht gebraucht. Und während Micky Maus seit 2010 noch fleißig die eingenommenen Dollarnoten aus dem Tim-Burton-Spektakel stapelt, können wir uns über die Logiklücken des neuen potentiellen Geldscheffel-Filmchens echauffieren. 


Da wäre zum einen ein kleines Dorf, das von einer guten Hexe (trägt weiß) und ihrem eigens geschaffenen Sicherheitsschirm beschützt wird. Seit Jahren haben die bösen Hexen (alle in schwarzen Lederanzügen) auf ihren fliegenden Stöckchen es nicht geschafft, die erschaffene Kunsthaut zu durchdringen. Hexe Theodora wechselt mal eben auf die dunkle Seite, bekommt grüne Hulk-Haut und schwupps – durchdringt sie ohne irgendwelche Trixereien – das nicht ganz so effektive Schutzschild. Nur um ein wenig herum zu schwafeln und wieder ab zu zischen. Ob es nun der fliegende Cgi-Affe ist, das traumatisierte Porzellan-Mädchen oder sonst wer in dem hermetisch abgeriegeltem Effekt-Kosmos, alle Figuren zeigen immer nur ihre eindeutig definierten Emotionen. 


Niemand weiß zu überraschen, niemand darf aus seiner Blase an eindimensionaler Dialoggunst ausbrechen, Sätze werden zu Statements, Menschen zu Objekten, die konstruierte 3D-Welt sorgt zwar für den obligatorischen Eye-Candy, schafft es aber nicht, das Gehirn der Zuschauer komplett zu vernebeln. Ja sind wir denn die einzigen, die der Bonbon-Welt wieder entfliehen wollen, weg von Computer animierten Tierchen, fliegenden Hexen, einstürzenden Brücken und hölzerner Phrasen? Zurück ins 4:3 Schwarzweiß Kansas, hier wo es noch etwas zu erzählen gab, etwas wirkliches zu tun? James Francos Charakter scheint es mit dem Heimweh nicht allzu ernst zu nehmen. Wieso auch? Am Ende seiner stupiden 3D-Reise steht die Aussicht auf haufenweise Gold. 


Eine Aussicht, die sich auch die Produzenten des Abenteuer-Filmchens nicht nehmen lassen werden. Auch wenn es der phantastischen Welt an Phantasie fehlt und sie am Ende nur schablonenhafte Langeweile-Unterhaltung bietet.   

40%

Ein Blick hinter die Kulissen: 


Die Schauspieler erklären ihre Rollen und kriechen sich gegenseitig in den Arsch: 


Trailer: 



Text: Markus Breuer 
Fotos: Walt Disney Pictures 2013 

Dienstag, 26. Februar 2013

Gesichtet: Broken City


Broken City

Filmstart: 18. April 2013

Dauer: 109 Minuten

Mit: Mark Wahlberg, Russel Crowe, Catherine Zet Jones, Jeffrey Wright & Natalie Martinez

rottentomatoes: 28% 
imdb: 6,2




Korrupte Polzeichefs, betrunkene Detektive und geldgierige Bürgermeister mit dunklen Geheimnissen: New York geht in “Broken City” buchstäblich vor die Hunde. Wir befinden uns mitten im Wahlkampf und Bürgermeister Hostetler alias Russel Crowe hat eigentlich die besten Karten um wiedergewählt zu werden. Das komplette Rathaus ist schon bestochen worden und steht auf seiner ganz persönlichen Gehaltsliste, die wichtigsten Leute der New Yorker Polizei natürlich auch, dazu kommen eine handvoll Harlemer Grundstücksbesitzer, Journalisten und und und. Nur seine eigene Frau (Catherine Zeta-Jones) scheint der Mann, der eher wie ein Gangster-Boss als Politiker daher kommt nicht wirklich unter Kontrolle zu haben. 


Hostetler ist sich sicher, das undankbare Biest geht fremd. Bevor sein Privatleben nun den Wahlkampf zerstört, braucht er Gewissheit. Zum Glück gibt es da noch Billy Taggert (Mark Wahlberg). Der musste vor ein paar Jahren seine Polizei-Marke abgeben, weil er im Dienst einen Jugendlichen weggepustet hat. Mittlerweile verdient er sich seine Brötchen jedoch als mehr oder minder erfolgreicher Privatdetektiv. Da kommt der lukrative Job natürlich genau richtig, doch nichts ist wie es scheint in der kaputten Stadt und so findet sich Taggert plötzlich als Spielball in Dreiecks-Beziehungen, Multi-Millionen-Dollar Abzock-Immobilien-Deals und Mordkomplotten wieder. 


Als seine heiße Latino-Schauspieler-Freundin in ihrem Kino-Debut plötzlich in wilden Sex-Szenen zu sehen ist, läuft das Fass über. Nach sieben trockenen Jahren bestellt sich Taggert seinen ersten, doppelten Whiskey, säuft die komplette Flasche leer und rastet aus. Toll, jetzt ist auch noch die Beziehung im Arsch. Und wenn das nicht schon genug wäre, liegt plötzlich der tote Lover der Bürgermeister-Gattin vor ihm. Schnell macht sich Taggart durch seine Ermittlungen einige sehr einflussreiche Leute zum Feind und es wird immer schwieriger, seinen Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen. 


In bester Film-Noir-Manier erzählt Allen Hughes (”Menace II Society”, “Book of Eli”), der hier erstmals ohne seinen Zwillingsburder Albert Regie führte, eine komplexe Geschichte mit großer Star-Besetzung. Das Duell Wahlberg/Crowe wird dabei mit unzähligen, kleinen Untergeschichten angereichert, die den actiongeladenen Thriller immmer wieder durch neue Impulse in andere Richtungen leiten. Genau wie Wahlberg auf der Leinwand, grübelt man als Zuschauer immer wieder mit und freut sich über jedes Puzzleteil das zur Auflösung der Geschichte führen könnte. 


Die nötige Prise an whiskeyschwerer jazzlastiger Melancholie in erfrischend ruhigen, old-schooligen Kamerafahrten, fernab von wilder Wackelkamera und schnell geschnittener MTV-Videoclip-Ästhetik, darf natürlich auch nicht fehlen und so ist der detaillierte Einblick in das kaputte, korrupte Moloch New York City fernab jeglicher Postkarten-Romantik ein durchaus solider Thriller geworden, den man wärmstens empfehlen kann.

60%

Interview mit Mark Wahlberg: 

Trailer: 

Text: Markus Breuer
Fotos: Universum Film 2013

Freitag, 28. Dezember 2012

Gesichtet: Django Unchained

Django Unchained
USA 2012
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson
Filmstart: 18. Januar 2013


rottentomatoes: 89%

homepage: link







Eine Sandwüste. Tageslicht, verbrannte Erde. Die Augen brennen im grellen Sonnenlicht. Im Hintergrund ein schwarzer Punkt. Ein Mann, der sich durch die Wüste schleppt. Die glockenhelle Filmmusik von Ennio Morricone posaunt von der Leinwand. 



Lässig hängt ein Seil über seiner Schulter an dessen Ende ein riesiger Holzsarg befestigt ist. Den Tod schleift Filmheld Django immer mit sich herum. Eine Last die so einige Überraschungen barg. Quasi über Nacht machte „Django“ Schauspieler Franco Nero 1966 berühmt. Der ultra brutale Italo-Western, der bis in die Neunziger Jahre hinein in England auf der Verbotsliste stand, in Deutschland erst 2006 mit der DVD-Veröffentlichung erstmals ungeschnitten zu sehen war und hunderte Nacharmer inspirierte (darunter auch den 2007 entstandenen japanischen Exploitation-Streifen "Sukiyaki Western Django" von Extrem-Regisseur Takashi Miike, bei dem Quentin Tarantino selbst als Schauspieler eine große Rolle inne hatte) ist längst zum Kult geworden. Ein Film, der ein ganzes Genre erwecken sollte. Der blutgetränkte "Spaghetti-Western" war geboren. Mit den aalglatten, mutigen und sauberen Cowboys vom Kaliber eines John Wayne hatten die Charaktere nichts mehr zu tun. Zwielichtige Helden, unrasierte Banditen und dreckige Killer standen in den Startlöchern. Clint Eastwood, Lee van Cleef, Klaus Kinski und Terence Hill wurden zu Mega-Stars.




Neben den Sergio-Leone-Western, war der schonungslosere “Django” so populär geworden, dass bis Heute über Hundert Filme existieren (laut der Filmdatenbank imdb sind es sogar 156) die alle den Namen des schiesswütigen Helden im Titel vorweisen, aber so gesehen nichts mit dem eigentlichen Franco-Nero-Film zu tun haben. Es wurde nicht mal probiert, den Charakter ähnlich dar zu stellen. Oft heißt im Film nicht mal jemand Django. Man hat den Namen einfach als profitversprechenden Werbeträger in die Titel gepackt und sich einen Mehrwert erhofft. Auch Quentin Tarantinos neuester Streifen “Django Unchained” reiht sich nun in die lange Schlange der “Django”-Rip-Offs ein. Und nur so viel vorweg: Dem Regie-Star mit dem enzyklopädischen Genre-Wissen ist ein vor Filmzitaten strotzendes Popkultur-Epos gelungen.


Foto: Sony Pictures Releasing 2012


Es ist ein widerliches Thema, dass sich Tarantino als Subtext vorgenommen hat. In Ketten gelegte Männer, nackte Frauen die als Strafe in einer “Hot Box” eingesperrt, der Sonne ausgesetzt sind, wie Tiere werden die Sklaven in sogenannten „Mandingo“-Kämpfen aufeinander los gelassen. Schwarze bei lebendigem Leibe von Hunden zerfetzt. Und doch ist dies auch der realistischste Streifen den Tarantinos jeh gedreht hat. Noch nie wurde die barbarische Geschichte des ausbeuterischen Amerikas, welche die Grundlagen für den Wohlstand einer Weltmacht legte, so detailgetreu und rigoros auf der großen Leinwand gezeigt. Ja, die Südstaaten waren nicht gerade der liberalste Ort, den man im 19. Jahrhundert auf dem Erdball aufsuchen konnte.


Trotzdem verschlug es den Düsseldorfer Zahnarzt Doktor King Schultz (grandios: Christoph Waltz) in den Süden der heutigen USA. 1858, so ganz ohne Praxisgebühr und Zusatzleistungen, scheint das Kopfgeldjäger-Business lukrativer als jedwede Dentalbehandlung zu sein und so macht sich Schultz im Auftrag der Regierung einen Namen als zuverlässiger Killer. Erst braucht er den ehemaligen Sklaven Django nur um seine potentiellen Opfer zu identifizieren. Allerdings “Weiße umbringen und dafür auch noch bezahlt zu werden” steht auch unserem Helden ganz gut. Die beiden werden Partner und schließlich Freunde. Doch eines wurmt Django noch. Seine Frau Broomhilda von Shaft (sexy eyecandy: Karry Washington) sitzt als Hausmädchen auf der Wollfarm des diabolischen Calvin Candie (teuflisch: Leonardo DiCaprio) fest. Der pseudo frankophile (versteht kein Wort Französisch) Großverdiener lässt sein Hab und Gut aber nicht einfach so mit den beiden Heuchlern, die sich angeblich im “Mandingo”-Business verdient machen wollen, mit der Dame von dannen ziehen. Damit Django gemeinsam mit “Hildi” in den Sonnenutnergang reiten kann, muss Calvin überlistet werden.




Man merkt es schon in den ersten Minuten. Tarantino ist total verschossen in seine Figuren, seine elegant konstruierten Szenen, Sätze, Wörter. Man kann ihn sich richtig vorstellen – über beide Ohren grinsend – zu Hause sitzend. Den Stift in der Hand, das Blatt Papier vor ihm auf dem Schreibtisch. Stolz ist er auf seine seitenlangen Dialoge. Obwohl “Django Unchained” mit einer Laufzeit von 165 Minuten oft auch ein wenig verschwatzt daher kommt, lauscht man doch Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio und auch Samuel L. Jackson gerne zu. Egal ob es nun um moralische Aspekte, eine der Zielpersonen soll vor den Augen ihrer Kinder erledigt werden, oder die angeblichen einheitlichen Schädelstrukturen der negriden Rasse geht. Immer ist der pointierte Gedankenaustausch packend inszeniert.


Die in der Gewaltdarstellung äußerst realistisch und explizite Hommage an das italienische “Spaghetti Western”-Kino wird mit fortschreitender Spielzeit dabei immer bestialischer, rigoroser und unangenehmer an zu sehen. Doch bis es zu den in Blut getränkten Showdown auf DiCaprios Candyland kommt, will man seinen Kopf nicht angewiedert weg drehen, zu mitreißend sind die epischen Bilder, zu packend die fesselnden Dialoge, zu ausdrucksvoll die in Rot getränkten letzten Minuten. Nein, man begleitet Django bereitwillig auf seinem Ritt vom Sklaven zu einem freien Mann und schlussendlich zum Colt-Schwingenden Kopfgeldjäger.




Dabei injiziert Tarantino durch die Musikauswahl soulige Hüftschwünge in seine siebte Regiearbeit. Ob nun Jamie Foxx - der auch einen eigenen Song auf dem Soundtrack zu verantworten hat  - in Zeitlupe seinen Sklaven-Poncho abwirft oder rechts und links Kugeln an ihm vorbei fliegen während 2Pac auf James Browns “Payback” rappt, nie stören die Songs, sondern fügen sich nahtlos in Tarantinos Popkultur-Kanon ein. Der hat schon längst seine Wellen geschlagen. Pünktlich zum Filmstart bringt der DVD-Vermarkter “Koch Media” die Western Unchained Kollektion heraus, die zehn von Quentins Lieblingswestern enthält. Seit Mitte Dezember verbucht der Soundtrack Chartplatzierungen in den USA und neue Western anderer Regisseure sind auch schon geplant.


Locker kann man nun eigentlich darüber hinweg sehen, dass Waltz oft wie eine Kopie seiner oscarprämierten Darstellung des intelektuellen Nazis Hans Landa aus “ingloriuos Basterds” daher kommt, weibliche Wesen eigentlich nicht wirklich viel in dem Film zu tun haben und auch die eigentliche Geschichte (Django will seine Frau befreien) keine größeren Überraschungen bietet. Während “Inglorious Basterds” eine Abrechnung mit dem Nationalsozialismus war, so ist “Django Unchained” nun nicht nur ein fiktiver Rachefilm mit historischen Bezügen geworden, sondern ein radikaler Mix aus völlig schrägen Situationen, großartigen Bildern und überragenden Darstellern, garniert mit Blaxploitation-Anleihen, Asia-Action, deutschen Volkssagen und französischer Literatur. Mehr kann man nun wirklich nicht für eine Kinokarte verlangen.


Trailer: 



80%

Weitere Artikel: 

- Der Italo-Western 
- Quentin Tarantinos Lieblings Italo-Western


Text: Markus Breuer
Fotos: Sony Pictures Releasing

Dienstag, 4. Dezember 2012

Gesichtet: Parker


Parker 2013
Regie: Taylor Hackford
Darsteller: Jason Statham, Jennifer Lopez, Nick Nolte, Emma Booth
US-Start: 24. Januar 2013 
Filmstart: 7. Februar 2013

Rottentomatoes: 91% (audience)









Eins ist auf jeden Fall klar: Parker ist der schnellste Autoknacker der Filmgeschichte. Noch nie hat man jemanden gesehen, der so rasch die unterschiedlichsten Karren kurz schließen kann. Da will man nur mal eben zum Geldautomaten und während man gerade seine Pinnummer eingibt, fährt Parker schon unbemerkt mit deinem Auto im Hintergrund an dir vorbei. Das ist natürlich nicht alles was der wortkarge Kerl so drauf hat. Der “echte Mann”, wie er von Jennifer Lopez’ Film-Mama erwartungsvoll genannt wird, hat auch so seine Prinzipien. Wer versucht ihn ab zu murksen und seinen Teil der Beute einheimst, der muss halt mit dem Echo rechnen. Da hilft es auch nicht, dass Vaterfigur Nick Nolte mit den 200.000 Dollar, die nun in Parkers Urlaubskasse fehlen, in der Sporttasche vor ihm steht und den Spuk beenden will. Prinzip ist Prinzip und so schnappt sich Parker (Wer braucht schon einen Vornamen, die sind eh nur für Pussys) einen Cowboyhut, passende Stiefel samt engen Anzug und macht sich auf die Suche nach den Verrätern. 


Foto: Constantin Film
Die mehr oder minder aus Prolls und Rednecks zusammengewürfelte Truppe plant jedoch schon den nächsten Coup. Juwelen im Wert von 75 Millionen Dollar in Palm Beach Florida während einer Auktion vor den Augen der Polizei klauen. Damit hätten sicher sogar “Ocean’s” Freunde einiges zu tun. Wirklich glaubwürdig sind die Hillbillies nicht, die nach dem Job des Jahrhunderts erst mal mit dem Sixpack Bier aus der Küche anstoßen und Panik schieben. Das wäre George Clooneys Armani-Nobel-Truppe nicht passiert. Aber egal. Parker muss sich nebenbei eh noch mit Auftragskillern rumschlagen, sich von seiner Freundin zusammen flicken lassen und den sexuellen Avancen von Jennifer Lopez wiederstehen.



Man macht sich plötzlich Sorgen um Jason Statham. Der schlafwandelt durch die sich ewig, wiederholende Action-Story und spielt die ganze Schose ein wenig so als wäre er in Trance. Hier mal blutverschmiert, grimmig in die Kamera gucken, schnell noch das eine oder andere Genick brechen und bloß keine Emotionen zeigen. Sogar nach Jennifer Lopez’ Striptease kostet es den gebürtigen Engländer große Überwindungen aus seinem bequemen Sessel auf zu stehen und auch nur den Ansatz einer Gemütsbewegung erkennen zu lassen. “Anziehen!” ruft er nur nüchtern und verschwindet aus dem Hotelzimmer. Knisternde Erotik geht anders. 




Die größte schauspielerische Leistung hätte da noch der texanische Akzent sein können, doch der sitzt allerdings überhaupt nicht und wirkt total lächerlich. Noch viel besorgter ist man nach dem Film allerdings um Nick Nolte. Der sieht so aus, als hätte man ihn auf Steroiden aus dem Altersheim entführt und ohne Zivi irgendwie verloren ans Filmset gestellt. Hier wirkt er wie ein verwirrter Demenzkranker der nicht genau weiß, was er tun soll wenn die Kameras auf ihn gerichtet sind. Verstehen kann man sein lispelndes, unfreiwillig komisches Geschwafel auch kaum.


Foto: Constantin Film
Der einzig spannende Charakter der Geschichte kommt da ein wenig zu kurz. Parkers Power-Freundin Claire alias Emma Booth. Die sticht nicht nur den Killern, die sie unter der Erde sehen wollen, vorausschauend die Reifen kaputt, nein Madame hat sogar Qualitäten als Teilzeit Ärztin, sexy Betthäschen und abgeklärte Freundin. “Keine Narben mehr haben wir doch gesagt!” merkt sie beim gemeinsamen Duschen an. Sogar besorgt darf sie also sein. Endlich ein paar Emotionen in der Geschichte, bei der man vor Unterkühlung schon fast erfriert. Man könnte sich ein Spin-off mit Emma als Hauptdarsteller wünschen, würde sie nicht nur dafür missbraucht werden, brav in einer Holz-Fischer-Hütte auf ihren Mann zu warten.


Foto: Constantin Film
Da wäre dann noch die Action zu erwähnen. Die hier durchaus innovativ in Szene gesetzt ist. Was haben wir von “Parker” gelernt? Man muss nicht immer nur stupide auf den Auslöser drücken, auch das Magazin einer Automatikwaffe kann als Mordinstrument zweckentfremdet werden. Und allein dafür lohnt es sich wenigstens ein mal rein zu schauen in die abgeklärte Welt von Parker. Dafür und für den riesigen, überdimensionalen Cowboyhut. 


Statham ist auch bei weitem nicht der Erste, der in die Schuhe von Parker schlüpft. Schon acht Mal zog es die unterschiedlichsten Schauspieler als Super-Gangster auf die große Leinwand. Vorlagen gibt es genug. Parker ist nämlich Krimi-Buch-Star. Erfunden von Schriftsteller Donald Westlake entstanden unter dem Schreiber-Synonym Richard Stark seit 1962 ganze 24 “Parker”-Thriller. Acht davon wurden verfilmt. So unterschiedliche Regisseure wie Jean-Luc Godard, John Boorman oder Brian Helgeland wagten sich an den minimalistischen Stoff (Parker gerät in Schwierigkeiten - Parker entkommt seinen Schwierigkeiten). Allerdings ließ es sich Autor Westlake nicht nehmen eine gewisse Klausel in die Verfilmungs-Rechte ein zu bauen. Welcher Schauspieler auch immer Parker verkörpert, solle doch gleich für eine komplette Serie Unterschreiben. 

Das wollte irgendwie niemand so recht und so heißt der Held in seinem Film-Ouevre entweder Porter, Walker oder Stone. Godard verwandelte ihn gar in eine Frau namens Paula Nelsen (”Made in U.S.A”) und in “Split” - der mutig in den USA der sechziger Jahre die Rassentrennung ansprach - ist Parker ein Schwarzer namens McCain. 2008 starb Autor Westlake mit 75 Jahren in Mexiko und hinterließ ein Lebenswerk von über einhundert Romanen, sowie die Rechte zu Parker. Deshalb ist Statham nun der erste in der Reihe, der seinen original Namen tragen darf. 

Liest man sich ein wenig durch die Parker-Krimis, merkt man schnell, Regisseur Hackford ("Ray") klammerte sich streng an die Vorlagen. Der verschlossene Profi und seine stringente Arbeit waren nie für ein Mainstream-Publikum gedacht. Das betonte Westlake in einem Interview mit der Chicago University selbst: 


"More than that, I’d done nothing to make him easy for the reader; no smalltalk, no quirks, no pets. I told myself the only way I could do it is if I held onto what Buck seemed to like, the very fact that he was a compendium of what your lead character should not be. I must never soften him, never make him user-friendly, and I’ve tried to hold to that."


Drei Regeln gibt es in Parkers-Welt zu befolgen: 


- Never have sex when working a caper. (Before and after is a different story.) - During a takeover job, learn and use the first names of the people you're holding at gunpoint. It boosts their ego and makes them easier to deal with.- When a caper goes sour and a partner gets in trouble, it's their tough luck. The professional crook sticks his neck out for no one.


Auch die acht entstandenen Filme machen da keine Ausnahme: 

Made in U.S.A. 1966
Der französische Nouvelle Vague Star Jean-Luc Godard verwandelte Parker in eine Frau. Anna Karina (in ihrer letzten Zusammenarbeit mit Godard) macht dabei eine gute Figur als Paula Nelson, eine linke Schriftstellerin mit weitreichenden Problemen. 



Basierend auf den Stark-Roman "The Juggler" blieb der Streifen in dem Titel gebendem Land jedoch recht unbekannt. Bis die DVD bei Criterion veröffentlicht wurde.  


Trailer: 

Point Blank 1967 
Der ultra stylische John Boorman Thriller basiert auf den Parker-Roman "The Hunter" und schickt Lee Marvin in Parkers Schuhen auf die Jagd nach seinem untergrabenen Anteil der Beute eines Auftrags. 


Kritiker Roger Ebert hatte zwar einige Bedenken bei dem doch recht simplen Plot (Lee Marvin will seine Kohle wieder haben und bringt auf dem Weg dahin ein paar Typen um), allerdings musste auch Feuilleton-Greis zugeben "...and as suspense thrillers go, "Point Blank" is pretty good". 

Echte Männer eben... 
"There are two kinds of people in his uptide world, his victims and his women. And sometimes you can't tell them apart"


Mise á Sac 1967 
Eine kleine Minenstadt wird Zeuge eines großen Angriffes. Die Vorlage "The Score" verfilmte Regisseur Alain Cavalier in Frankreich mit Philippe Moreau. 


Bis auf das doch recht verheißungsvolle Poster, gibt es leider nicht viel über den Film zu entdecken. 


Einige wenige Infos kann man hier nach lesen: 

http://violentworldofparker.com/?page_id=2439

Weder eine DVD-Veröffentlichung, noch eine Videofassung konnten bis dato ausfindig gemacht werden. 





The Split 1968 




Basierend auf den Roman "The Seventh" gibt es hier eine bahnbrechende Erneuerung. Parker ist Schwarz (Jim Brown spielt Parker, der hier McClain heißt). Im Amerika der sechziger Jahre war es noch immer eine Seltenheit Schwarze Schauspieler als Hauptdarsteller zu besetzen, vor allem bei Nebendarstellern wie Donald Sutherland, Gene Hackman oder Ernest Borgninge. Über weitere ambitionierte Rassenthematiken die der Film anspricht wusste damals auch die New York Times zu berichten. 

"But in its last half hour the picture makes a sudden and extremely ambitious leap outside its genre: a white neighbor, originally almost irrelevant to the story, tries to rape Miss Carroll and existentially spoils the crime. It is hard to adjust one's mood from pleasant, color-transposed genre thriller to something racially serious, yet the movie is tactful about it"

Neben einem groovigen Quincy Jones Soundtrack 



Gibt es hier auch den original Trailer zu sehen - inklusive Jim Brown Drop-Kick-Action: 



The Outfit 1973 
Basierend auf den Roman "The Outfit" ist es hier Robert Duvall der sich Parkers böse Mine überstreift und nach einem bitteren Knastaufenthalt nach Rache sinnt. Regisseur John Flynn gelingt damit ein detailverliebter Thriller, der es zu Gunst und Lobpreisungen bei Kritiker Roger Ebert brachte. 




Slayground 1983
Regisseur Terry Bedford inszenierte Schauspieler Peter Coyote als Parker alias Stone in dem gleichnamigen Thriller zur Buchvorlage. Allerdings nahm sich die Regie hier viele Freiheiten und kreierte eher einen eigenständigen Actionfilm als eine reine Adaption der Novelle. Eine Enttäuschung für die Fans. 

"Stone is definitely not Parker. He complains a lot and he’s overemotional for someone in his line of work. This is frustrating" 

Trailer: 

Payback 1999
Die wohl bekannteste Verfilmung des Parker-Stoffes mit Mel Gibson in der Hauptrolle als Porter war Ende der Neunziger Jahre mit 161 Millionen US-Dollar Einspielergebnis keinesfalls ein kommerzieller Flop. Regisseur Brian Helgeland musste sich nur endlosen Schnitten, Re-Cuts etc. unterziehen, bis er sieben Jahre später im "Straight Up"-Cut seine düstere, wortkargere Version zeigen durfte. Alle Fassungs-Unterschiede und die komplette Story dazu gibt es auf schnittberichte.com zu bewundern.



 Lucy Liu über ihre Rolle: 


Trailer: 

Weiterführende Informationen gibt es auf: 


Trailer: Parker 2013 ... 


50%
Text: Markus Breuer 
Fotos: Constantin Film